ePTFE. Hierbei handelt es sich um eine willkürliche Aneinanderreihung von Buchstaben denken Sie? Nein! Die Abkürzung steht für expandiertes Polytetrafluorethylen. Sagt ihnen das immer noch nichts? Dann wird es ihnen wohl eher bekannt sein als Hauptbestandteil von Gore-Tex, der genialen Membran, die in vielen Produkten im Bereich Outdoor-Bekleidung und Arbeitsschutz vorkommt. Begonnen hat alles mit PTFE, das Bill Gore in seiner Firma zur Isolierung von Computer-Kabeln nutzte. Als 1963 sein Sohn Bob in die Weiterentwicklung von PTFE mit einstieg, entdeckte dieser etwas durch einen Zufall. Bei einer schnellen Streckung des Materials wurde es auf das 10-fache der ursprünglichen Größe verlängert und bestand daraufhin aus 70% Luft. Das expandierte Material konnte jetzt mit anderen Materialien kombiniert werden, welche natürlich die besonderen Eigenschaften nicht beeinflussen. Diese schauen wir uns jetzt mal genauer an.

Was kann die Membran alles?

Mikroporöse Struktur der Membran

Das PTFE wurde bei der Streckung gedehnt aber nicht zerstört, was zur Folge hatte dass es nicht nur stabil blieb, sondern gleichzeitig auch sehr porös war. Die daraus entstandenen Poren sind 700 mal größer als Wasserdampfmoleküle und können diese somit nach außen lassen. Dadurch wird die Membran atmungsaktiv und verhindert einen Hitze-Stau bei körperlich anstrengenden Aktivitäten. Zudem sind die Poren 20.000 mal kleiner als ein Wassertropfen, wodurch Wasser nicht eindringen kann. Daher hält die Gore-Tex Membran hohen Wasserdrücken, wie beispielsweise starken Regen, auch über längere Zeiträume stand und schützt vor dem Wärmeverlust durch nasse Kleidung. Neben diesen zwei Eigenschaften steht natürlich eine weitere besonders im Fokus: die Winddichtheit. Durch die Beschaffenheit des mikro-porösen Materials, das einer Verästelung ähnelt, wird der Wind abgefangen und macht es winddicht. Alle von Gore-Tex zertifizierten Produkte entsprechen den Standards, die vorschreiben, dass maximal 5l Luftvolumen pro Sekunde einen Quadratmeter Stoff durchdringen dürfen, oder weisen sogar bessere Werte auf.

Alltagstauglich als Laminat

Damit die Membran erfolgreich in einem Endprodukt verwendet werden kann, wird sie mit einem passenden Innenmaterial sowie einer resistenten Oberschicht fest verbunden. Diese Kombination wird als Gore-Tex Laminat bezeichnet. Diese Laminate gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, zum Beispiel als 2- oder 3-Lagen-Konstruktion oder als Z-Liner-Konstruktion. Bei dem 3-Lagen-Laminat wird die Membran direkt mit dem robusten Obermaterial und dem komfortablen Innenfutter verklebt und wird dadurch von beiden Seiten geschützt. Dadurch das keine Bewegung zwischen den Lagen entsteht, ist es sehr langlebig. Im Gegensatz dazu ist bei der zweilagigen Variante die innere Schicht lose angebracht. Der Vorteil ist der höhere Tragekomfort und die Kombinierbarkeit mit weiteren Isolierungen. Bei der Z-Liner-Variante wird die Gore-Tex Membran nur lose rein gehängt, wodurch es weniger versiegelte Nähte gibt und optisch mehr Gestaltungsmöglichkeiten entstehen.

Fertig für die Anwendung!

Gore-Tex Jacke 365/24 „4818“ von Blackläder

Gore-Tex ist in vielen verschiedenen Kleidungsstücken zu finden. Von Schuhen über Hosen und Jacken, bis hin zu Handschuhen kann man die Membran überall finden. Eine der hochwertigsten Jacken ihrer Art ist die Gore-Tex Jacke 365/34 „4818“ von Blakläder. Diese kommt zusätzlich mit Reflex-Streifen für erhöhte Sichtbarkeit und Fleecefutter am Kragen. Generell werden alle Sachen aber einem Härtetest unterzogen, bei dem sie über längeren Zeitraum starker Witterung ausgesetzt sind. Nur falls dieser bestanden wird, werden die Produkte mit dem Gore-Tex Siegel versehen und kommen auf den Markt. Auch die Handschuhe kommen mit der Membran, welche hier zwischen dem Obermaterial und der Isolierung angebracht wird. Dadurch kann der Schweiß bei Anstrengungen einfach nach draußen gelangen und ihre Hände bleiben trotzdem warm und trocken.

Funktionalität auch im Schuhwerk

Einsatzstiefel „SCOUT Desert“ von Haix

Man findet die Gore-Tex Membran in allen möglichen Arten von Schuhen. In Sicherheitsschuhen, wie Schnittschutzschuhen oder Hochschuhen, in Trekkingschuhen oder aber auch in Sportschuhen. Da die Membran bei den Schuhen zwischen zwei Schichten eingearbeitet ist, wird sie vor äußeren Einflüssen geschützt und kann ihren Dienst vollbringen. Wie bei den Sicherheitshochschuhen S3 „GTX 745“ von Atlas, die zudem noch eine dämpfende Zwischensohle und eine grobstollige Gummisohle für optimalen Halt hat. Somit bieten Sie das Komplett-Paket an, was alle Sicherheitsschuhe können müssen. Sucht man Schuhe für Trekkingausflüge oder einfach einen soliden Schuh für die Freizeit, dann hat man mit dem Einsatzstiefel „SCOUT Desert“ von Haix eine gute Wahl. Dieser ist speziell auch für Aktivitäten in warmen Bereichen geeignet, da er zusätzlich mit dem Climate-Sytem von Haix ausgestattet ist. Dieses kühlt den Fuß durch die natürliche Pump-Bewegung beim Gehen.

Gore-Tex, das ideale Material für Arbeitskleidung

Generell ist zu sagen, dass die Gore-Tex Membran nur funktioniert, wenn die Umgebungstemperatur deutlich kälter ist als in der Kleidung.  Das heißt, es muss ein sogenanntes Dampfdruckgefälle herrschen. Gerade beim Einsatz von Gore-Tex als Arbeitskleidung ist dies gegeben. Wer hart arbeitet, der produziert Wärme, die in Form von Wasserdampf abgeführt werden muss. Zudem sollte man darauf achten, dass die Unterbekleidung die Funktion der Membran nicht beeinträchtigt. So bringt es beispielsweise nichts, Kleidung aus Baumwolle darunter zu ziehen, da diese die Eigenschaften nicht unterstützt. Besser geeignet ist daher eine Funktionsunterwäsche, welche gerade auch für sportliche Aktivitäten sehr geeignet ist.

Um sich für die immer kälter werdenden Temperaturen zu rüsten und dabei nicht ins Schwitzen zu geraten, ist es wichtig, dass richtige Material zu nutzen. Für die Übergangszeit sind deshalb funktionelle Jacken ein wichtiges Thema, wobei vor allem zwei Stoffe immer wieder in den Fokus rücken: Fleece und PrimaLoft. Doch welches Material ist für welche Gelegenheit geeignet? Sind die Stoffe wasserabweisend bzw. atmungsaktiv und was sind im Allgemeinen die Vor- und Nachteile?

Fleece

Fleece Jacke „Eagle Lake Jacket“ von Helly Hansen

Eines der wohl bekanntesten Materialien, wenn es um wärmende Funktionskleidung geht, ist Fleece. Durch seine hohe Atmungsaktivität und seine weiche, flauschige Beschaffenheit zählt er zu den beliebtesten Materialien für den Outdoor-Bereich. Heutzutage besteht Fleece hauptsächlich aus Baumwolle oder Polyester, wobei es verschiedenste Arten davon gibt wie beispielsweise Softshell-Fleece oder Wellness-Fleece, welcher besonders weich ist. Zudem werden die Jacken in unterschiedliche Qualitäten eingeteilt, das heißt, Sie kommen mit einer zugeteilten Zahl, welche das Gewicht in Gramm pro Quadratzentimeter angibt. Mit beispielsweise 160g/m² ist die „Eagle Lake Jacket“ von Helly Hansen

Warn-Fleecejacke „Sheffield“ von Mascot

eine eher dünne Jacke, wobei die Strick-Fleece-Jacke „Christoph“ von FHB mit 280g/cm eher zu den wärmeren Fleece-Jacken gehört. Allgemein gilt, je höher die Zahl, desto dicker das Fleece, sprich umso besser hält der Stoff warm. Bei bewegungsreichen Aktivitäten ist die Jacke auch von Vorteil, da der Stoff sehr elastisch ist und beim Schwitzen das Material durch seine Atmungsaktivität punkten kann. Als dünne Zwischenjacke sorgt sie für ausreichend Wärme, aber es entsteht kein Hitzestau, und auch als Außenjacke ist sie zu haben, da es auch nahezu winddichte Fleece-Arten gibt. Um auch bei der Arbeit draußen sowie im dunkeln gesehen zu werden, gibt es natürlich auch Warnschutz-Ausführungen wie die Warn-Fleece-Jacke „Sheffield“ von Mascot.

PrimaLoft

Hochfunktionsjacke „Oslo“ H²FLOW von Helly Hansen

Im Gegensatz zum Fleece ist PrimaLoft etwas weniger bekannt, was es jedoch nicht weniger innovativ macht. PrimaLoft ist eine Kunstfaser, die durch ihre Beschaffenheit und Eigenschaften auch als künstliche Daune bezeichnet wird. Die kleinen Luftkissen dienen der wärmespendenden Isolation und Sie werden in Jacken, Hosen sowie auch Schlafsäcken eingesetzt. Durch ihr gutes Wärme-Gewicht-Verhältnis zählt beispielsweise die Hochfunktionsjacke „Oslo“ H²FLOW von Helly Hansen zu den besten ihrer Klasse. Ein großer Pluspunkt ist, dass das Material natürlich aus bis zu 90% recyceltem Material besteht und dafür keine Tiere verwendet werden. Was PrimaLoft den entscheidenden Vorteil gegenüber der Daune beschert, ist die Isolationsfähigkeit in nassem Zustand, was an den dünnen Fasern liegt, aus denen die künstliche Daune besteht, welche den Wasserdampf nach außen lässt aber Wasser kaum eindringen lässt, sprich es ist sehr atmungsaktiv und hält einen dazu noch trocken.

Fazit

„Utility Vest“ von Helly Hansen

Es ist schwierig, ein Material als Sieger aus diesem Zweikampf auszuwählen, da beide Stoffe für ihre Anwendungsbereiche gut sind. Sucht man eine dünne, atmungsaktive Jacke, die man auch als zwischen Jacke tragen kann und besonders bei Aktivitäten anziehen möchte, so hat man mit Fleece die richtige Wahl, da bei ihr besonders die Wärmeisolation in Kombination mit der Atmungsaktivität im Vordergrund steht. Bei PrimaLoft hingegen stehen andere wichtige Merkmale im Vordergrund, wie vor allem die starke Komprimierbarkeit des Stoffes. Beispielsweise Jacken lassen sich auf ein geringes Packmaß zusammenlegen und nehmen in kürzester Zeit wieder ihre ursprüngliche Form an. Eine Alternative zur Jacke ist eine Weste, wie beispielsweise die „Utility Vest“ von Helly Hansen, die ganz einfach unter einer anderen Jacke getragen werden kann oder auch in bestimmte Jacken eingezipbar ist.  Durch das geringe Gewicht und die gute Wärmeisolation ist PrimaLoft nahezu unschlagbar, wenn es um das Wärme-Gewicht-Verhältnis geht.

Wenn nach einem warmen Sommer die Tage langsam wieder kälter werden, muss man auch seine Arbeitskleidung den Temperaturen anpassen. Besonders auf der Jacke liegt das Haupt-Augenmerk, da sie an kalten Arbeitstagen am wichtigsten ist. Sie schützt unseren Oberkörper, über den wir mit am meisten an Wärme verlieren, vor den äußeren Umständen und hält die Wärme in unserer Körpermitte. Es gibt verschiedene Modelle von Winterjacken, am gängigsten sind die einfachen Winter-Funktionsjacken, die etwas länger geschnittenen Parkas und die vielseitig einsetzbaren Pilotenjacken. Aber nicht nur zur Arbeit, auch für andere Aktivitäten sind die Jacken gut geeignet, da besonders ihre Funktionalität heraussticht. Was die Unterschiede sind und was die Thermojacken alles können, wollen wir uns mal genauer anschauen.

Winter-Funktionsjacke

Funktions Winterjacke „4890“ von Blakläder

Wie auch bei Regenjacken, müssen die meisten Winterjacken besonders mit drei Funktionen ausgestattet sein: Sie müssen wasserdicht, winddicht und atmungsaktiv sein. Im Gegensatz zu diesen, sind sie jedoch mit einem Funktionsfutter ausgestattet, um die Kälte abzuwehren. Durch ihre Wassersäule ist die Jacke gegen Regen bzw. Schnee geschützt und mit der Widerstandsfähigkeit gegen Wind hält sie gut warm. Bei anstrengenden Arbeiten bzw. Aktivitäten im Winter ist es wichtig, dass die Jacke außerdem

Winter-Jacke „ARCTIC JACKET“ von Helly Hansen

atmungsaktiv ist, sprich gegen Hitzestau und Schweiß vorbeugt. Sie gehen von der Länge her bis zur Hüfte und sind meist mit einem Kordelzug versehen, mit dem man an der Hüfte oder auch an der Kapuze die Weite verstellen kann, umso noch mehr Schutz vor Witterungseinflüssen zu haben. Durch ihre Form und die oft relativ leichte Beschaffenheit ist sie für Arbeiten oder Wanderungen super geeignet. Besonders was Preis-Leistungs-Verhältnis angeht, ist die Funktions WinterJacke „4890“ von Blakläder eine gute Wahl, da sie alle Funktionen mitbringt und mit einem schlichten Design punkten kann. Etwas auffälliger dagegen ist die Winter-Jacke „Arctic Jacket“ von Helly Hansen, die gerade durch ihre Farbe und ihren modischen Look heraussticht.

Parka

Winterparka „4986“ von Blakläder

Ein Parka dagegen zeichnet sich dadurch aus, dass er länger geschnitten ist als andere Winterjacken und somit über die Hüfte geht und neben dem Gesäß auch einen Teil der Oberschenkel vorne bedeckt. Die Jacke ist außerdem gefüttert, was sie in Kombination mit der Länge besonders an eisigen Tagen mit sehr tiefen Temperaturen zu einer idealen Wahl macht. Einen extra hohen Fleece-Kragen hat der Winterparka „4986“ von Blakläder und sieht mit dem Fellkragen noch sehr stylisch aus. Aber auch für Leute mit einem langen Oberkörper ist sie sehr geeignet, da oft bei Bewegungen, wie beispielsweise Bücken, die normal geschnittene Jacke nach oben rutscht und somit Teile des Rückens frei liegen. Die Aufgabe eines Parkas ist vor allem dadurch definiert, vor frostigen Temperaturen zu schützen aber dadurch büßt die Jacke etwas  im Bereich der Beweglichkeit ein, was sie für bewegungsreiche Aktivitäten eher ungeeignet macht.

Pilotenjacke

Pilotjacke Kaprun von Mascot

Der Klassiker unter den Winterjacken, welche besonders auch bei Arbeitern wegen ihrer vielseitigen Einsetzbarkeit beliebt ist, ist die Pilotenjacke. Sie hat ihren Ursprung, wie der Name schon vermuten lässt, in der Luftfahrt, wo sie von Piloten beim Militär getragen wurde. Seit etlichen Jahren wird sie bei der Arbeit getragen, da ihre Passform für viel Beweglichkeit sorgt und das Innenfutter einen trotzdem warmhält. Dieses ist auch herausnehmbar, was die Jacke auch an angenehmeren Tagen zu einer Alternative macht. Nimmt man jetzt noch die Ärmel weg, welche durch einen Reisverschluss abgenommen werden können, hat man eine praktische Weste mit viel Stauraum für seine Utensilien. Die Jacke besteht aus einem sehr robusten Material, um sie bei der Arbeit widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse zu machen. Praktisch alle Situationen können mit dieser Jacke gemeistert werden, da sie ein echter Alleskönner ist. Ein geeignetes Beispiel hierfür ist die Pilotjacke Kaprun von Mascot, die es auch in verschiedenen Farben gibt.

Warnschutz-Jacken

Warn-Pilotjacke Hastings von Mascot

Warnschutz Winter-Softshell-Jacke „Lukas“ von Elysee

Besonders im Winter, welcher ja auch die dunkle Jahreszeit genannt wird, ist es wichtig, bei der Arbeit und im Alltag gesehen zu werden, um so möglichen Unfällen vorzubeugen.  Dafür bestens geeignet sind die Winterjacken in Warnschutz-Optik. Durch ihre fluoreszierende Farbe und die Reflex-Streifen, die an den Jacken angebracht sind, machen Sie einen optimal sichtbar. Die drei vorgestellten Arten von Jacken sind alle auch in dieser Ausführung zu haben. Beispielsweise die Softshell-Jacke „Lukas“ von Elysee in Warnschutzfarbe ist sehr praktisch, aber auch die Warn-Pilotjacke Hastings von Mascot bringt alle Funktionen mit, um sicher durch den Winter zu kommen.

Im Herbst ist das Wetter oft unberechenbar, mal scheint die Sonne und es ist angenehm warm, im nächsten Augenblick ist alles anders und strömender Regen fällt nieder. Auch die Winter sind nicht mehr das, was Sie mal waren, mittlerweile sind Sie nur noch kalt, windig und regnerisch. Um auch in solchen Momenten gewappnet zu sein, ist es von Vorteil, mit der richtigen Regenbekleidung ausgerüstet zu sein. Doch welche Bekleidung ist richtig für meine Aktivität? Welchen Stoff brauch ich und wie pflege ich ihn richtig? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir Ihnen natürlich gerne.

Was muss meine Regenjacke alles können?

Regenjacke „4866“ von BLAKLÄDER

Wie der Name bereits vermuten lässt, muss die Regenjacke vor allem gegen Regen schützen. Ist sie als echte Regenjacke ausgezeichnet, ist sie zudem immer auch winddicht, wobei das anders herum nicht unbedingt der Fall sein muss.  Jedoch gehen diese zwei Funktionen im Großteil der Fälle miteinander einher und dienen somit auch automatisch dem Schutz vor Kälte. Ein weiterer ganz wichtiger Punkt ist, dass die Jacke auch atmungsaktiv ist. Viele der Regenjacken werden für anstrengende Outdoor-Aktivitäten genutzt, sei es nun beim Arbeiten, Wandern oder Radfahren, wobei der Wasserdampf nach draußen gehen soll, aber natürlich kein Wasser reinkommen soll. Eine Jacke, die all das bestens kombiniert und dazu noch extrem leicht ist, ist die Regenjacke „4866“ von Blakläder. Aber diese drei Funktionen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein, was auch an den verschiedenen Materialien liegt, aus denen die Jacken bzw. Mäntel und Hosen gemacht sind.

Welche Arten von Regenjacken gibt es?

Warn-Pilotjacke Hastings von Mascot

Die meisten Jacken bestehen aus Polyester, doch sind meist mit PVC (Polyvinylchlorid), Kunststoff oder Gummi beschichtet. Die Haltbarkeit ist bei PVC ein großer Vorteil, da es im Gegensatz zu anderen Stoffen sehr robust gegenüber Sonnenlicht, Wasser und Luft ist. Daher ist es meist für diejenigen interessant, die mehrere Stunden in starkem Regen verbringen, beispielsweise bei der Arbeit auf Schiffen, da auch das salzige Meerwasser dem Stoff nichts anhaben kann. Ein gutes Beispiel hierfür ist die PVC

Funktions Winterjacke „4890“ von Blakläder

Regenjacke „MANDAL“ von Helly Hansen. Der Großteil der Jacken ist mit einer Membran aus Polytetrafluorethylen (ePTFE) ausgestattet, welche aus einer Porengröße besteht, die eng genug ist um Wassertropfen draußen zu halten aber immer noch genügend Platz für die Wasserdampf-Moleküle lässt, die nach draußen wollen. Die verschiedenen Marken haben für diese Technologie eigene Namen wie beispielsweise Helly Tech von Helly Hansen oder Gore-Tex von W. L. Gore & Associates, welche aber nach dem selben beschriebenen Prinzip funktionieren. Auch für kältere regnerische Tage gibt es natürlich das passende Equipment, wie die Funktions Winterjacke „4890“ von Blakläder oder im auffälligen Warnschutz-Look die Warn-Pilotenjacke Hastings von Mascot.

Wie pflege ich meine Funktionskleidung richtig?

Allgemein sollte man sich immer an die Angaben des Herstellers halten, welche in der Regel auf Beilegzetteln oder auf den eingenähten Textilpflegesymbolen zu finden sind. Generell sollte kein Waschmittel verwendet werden und die Temperatur bei 30°C oder 40°C gehalten werden, falls man dennoch eines verwendet, dann nur ein flüssiges Waschmittel, da das Pulver die Membran verschließt. Ganz wichtig ist bei Benutzung eines Feinwaschmittels darauf zu achten, dass kein Weichspüler enthalten ist, dieser lässt die Fasern nämlich aufquellen. Trocknen sollte man die Sachen nach dem Waschen im Trockner bei Schongang oder auf einem Bügel im Schatten, da direktes Sonnenlicht die Kleidung im nassen Zustand beschädigt. Was man auf keinen Fall machen sollte, ist die Kleidung zu bügeln. Durch die Zufuhr von Hitze werden die auf Kunststoff basierenden Textilien leicht zum Schmelzen gebracht und verlieren somit ihre Funktion.

Was ist imprägnieren und wie mache ich es richtig?

Imprägnierspray von Haix

Um das Material richtig zu schützen, ist es sinnvoll die Kleidung immer wieder neu zu imprägnieren. Damit wird der Vorgang beschrieben, Kleidung oder Schuhe mit einem Schutzmittel zu überziehen, welches weder Feuchtigkeit noch Schmutz durchlässt. In der Regel sollte die Bekleidung nach drei Mal Waschen neu behandelt werden, ein Auftragen nach Neukauf ist nicht nötig, da die Oberfläche bereits imprägniert ist. Um eine neue Schicht aufzubringen gibt es zwei Möglichkeiten: die Wasch- bzw. Tauchimprägnierung, welche jedoch auch die Innenseite betrifft und damit die Atmungsaktivität beeinträchtigt, und die Sprühimprägnierung, bei der man mit einem Imprägnierungsspray gezielt die betroffenen Stellen außen erreicht. Um den optimalen Effekt zu erreichen, sollte die Kleidung in nassem Zustand imprägniert werden und dann im Trockner abgeschlossen werden. Wir empfehlen letzteres und bieten auch entsprechende Sprays von Haix und von Mascot in unserem Sortiment an.

Welches Schuhwerk ist das richtige?

„Adventure 2.0“ Black Eagle von Haix

Natürlich müssen die Schuhe den selben Anforderungen standhalten wie die Jacke oder die Hose. Sie müssen sowohl wasserdicht als auch atmungsaktiv sein, da viele Leute vor allem an den Füßen sehr schwitzen. Für das Wandern oder andere Outdoor-Beschäftigungen ist der Freizeitschuh „Adventure 2.0“ Black Eagle von Haix eine super Variante, da er zudem noch eine rutschfeste Sohle und eine Isolation hat. Für Freizeitaktivitäten reichen diese Funktionen meist aus, aber für die Arbeit müssen diese Schuhe natürlich auch noch die Sicherheitsstandards erfüllen. Dinge wie der Durchtrittsschutz und die Schutzkappe sind hierbei essentiell, da besonders an regnerischen Tagen die Sicherheit

Sicherheitshochschuhe S3 „AIRPOWE X11 mid“ WORKWEAR von Haix

auf dem Arbeitsplatz garantiert sein muss. Die Sicherheitsklasse, die für ziemlich jeden Arbeitsplatz und durch ihr wasserabweisendes Material für regnerische Tage geeignet ist, ist S3. Daher ist der Sicherheitshochschuh „Airpower X11 mid“ Workwear von Haix eine ideale Wahl, da er die nötige Sicherheit und Komfort mitbringt. Für Arbeiten oder Aktivitäten, bei welchen länger in Wasser gearbeitet wird, sind dann Gummistiefel zu empfehlen, da diese komplett geschlossen sind und auch bei längerem Stehen in Wasser nichts nach innen lassen.

Sicherheitsschuhe sind in verschiedene Klassen aufgebaut. Auf den ersten Blick erscheinen Sie kompliziert. Wir verschaffen Ihnen den Durchblick bei Abkürzungen wie S1, S1P und S3.

Sicherheitsklasse SB

Sicherheitsclogs SB-E-A „BORDEAUX“ von teXXor

Da wäre einmal die Klasse SB. Schuhe mit dieser Klasse sind im Prinzip normale Schuhe, die mit einer Schutzkappe versehen sind, welche gemäß DIN EN 12568 zertifiziert ist. Somit sind Schuhe dieser Klasse die einfachsten Modelle. Aufgrund der geringen Schutzvorkehrungen ist das Einsatzgebiet dieser Schuhe jedoch relativ begrenzt. Meist sieht mal solche Schuhe in medizinischen Einrichtungen, wie z.B. Krankenhäusern, bei denen keine großen Gefahren zu erwarten sind, beispielsweise in Form von Clogs wie den „Bordeaux“ von teXXor.

 Sicherheitsklasse S1 und S1P

Und schon kommen wir zu den etwas weiter verbreiteten Klassen: S1 und S1P. Oftmals werden Schuhe dieser Klassen als die ersten „richtigen“ Sicherheitsschuhe angesehen. Der Grundaufbau dieser Schuhe ist meist auch der der höheren Klassen. Herzstück der Schuhe ist natürlich wie immer die Zehenschutzkappe, die vor Stößen und herabfallenden Gegenständen schützt. Diese können entweder aus Stahl, Aluminium, Kunststoff oder in ganz seltenen Fällen aus Titan gefertigt sein. Die genauen Unterschiede dieser Materialien finden Sie in unserem Artikel über Kappenarten. Des Weiteren müssen alle Sicherheitsschuhe ab Klasse S1 eine geschlossene Ferse aufweisen. So wird die Gefahr eliminiert, dass Gegenstände von Hinten in den Schuh gelangen und so zu Verletzungen führen können. Zusätzlich muss die Sohle antistatisch behandelt sein, um dem Träger einen gewissen Isolationsschutz zu bieten. Dies ist jedoch nicht mit der ESD—Zertifizierung zu verwechseln. Im Fersenbereich muss ein gewisses Energieaufnahmevermögen vorhanden sein. So wird sichergestellt, dass Rücken und Gelenke durch die Verwendung der Schuhe nicht zu sehr belastet werden. Zu guter Letzt muss die Laufsohle kohlenwasserstoffbeständig aufgebaut sein. Sprich sie darf sich bei Kontakt mit Öl oder Benzin nicht auflösen oder verformen. Die Klasse S1P hat zusätzlich einen Durchtrittschutz in der Sohle. Dieser verhindert, dass sich Nägel und sonstige Spitze Gegenstände durch die Sohle bohren, und Ihren Fuß verletzen. Das „P“ ist in diesem Zusammenhang die Abkürzung für „Penetration“. Der Durchtrittschutz besteht entweder aus einer Stahl- Einlage unter der Brandsohle, oder aus einer festen Textil-Schicht unter der Einlegesohle.  Der Vorteil von Stahl-Einlagen gegenüber dem Pendant aus Textil ist, dass diese einen etwas höheren Penetrationsschutz bieten, jedoch durch das verwendete Material nicht sehr flexibel sind. Zudem bleibt bei Stahl-Einlagen ein kleiner Spalt an der Sohlenseite, durch die Nägel dringen können. Die Textil-Sohlen eliminieren diese Gefahr, da sie direkt mit der Brandsohle vernäht werden und so kein Spalt entsteht. Zudem sind diese deutlich leichter und Flexibler aus solche aus Stahl.

Sicherheitsklasse S2

Sicherheitshalbschuhe S2 „SCOUT“ von HKS

Die Sicherheitsklasse S2 ist relativ einfach erklärt. Sie ist bis auf ein entscheidendes Detail identisch mit Klasse S1: Der wasserabweisenden Behandlung. Das Obermaterial, welches ab dieser Klasse meist aus Leder ist, wird einem 30-minütigen Test mit Spritzwasser unterzogen. Dabei werden die Schuhe über diese Zeit in einem Becken „gelaufen“ in dem eine 5 cm-hohe Wasserschicht steht.  Das entspricht ungefähr einem Regenschauer mit entsprechenden Pfützen. Das Material darf dabei nicht mehr als 30% seines Volumens an Wasser aufnehmen. Ein gutes Beispiel ist der Halbschuh „Scout“ von HKS.

Sicherheitsklasse S3

Sicherheitsklasse S3 ist bis auf zwei Punkte identisch mit Klasse S2: Es wird zusätzlich ein Durchtrittschutz verbaut und der Spritzwassertest weitet sich auf 60 Minuten aus. Entgegen der weit verbreiteten Meinung sind Sicherheitsschuhe der Klasse S2 und S3 also nicht wasserdicht, sondern „nur“ wasserabweisend. S3-Schuhe sind die mit am weitest verbreiteten Sicherheitsschuhe aller Klassen. Schuhe wie den Hochschuh „5308“ von ruNNex kann man in so ziemlich jeden Arbeitsumfeld problemlos tragen.

Sicherheitshochschuhe S3 „5308“ AluStars von ruNNex

Sicherheitsklasse S4 und S5

Weiter mit den Klassen S4 und S5. Diese Klassen sind identisch mit S2 und S3, müssen jedoch voll geschlossen und wasserdicht sein. Aufgrund dieser Anforderungen sind Schuhe dieser Klassen fast ausschließlich als Gummistiefel anzutreffen. Großer Vorteil dieser Materialien ist eine gewisse Beständigkeit gegenüber Chemikalien, sowie die einfache Pflege. Die Klasse S5, wie z.B. der Gummistiefel „Acifort Heavy Duty“ von Dunlop, hat zusätzlich einen Durchtrittschutz verbaut.

Zusatzzertifizierungen

Wenn man die Sicherheitsklassen der Schuhe betrachtet fallen wenige bis viele Buchstabenkombinationen wie „SRC“ oder „HRO“ ins Auge. Dies sind Abkürzungen für Zusatzzertifizierungen, mit denen der Hersteller den Schuh zertifizieren lassen kann.

Schuhe, die mit „A“ gekennzeichnet sind geben an, dass der Schuh antistatisch ist. Ein „E“ deutet auf gutes Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich hin und „FO“ beschreibt eine kohlenwasserstoffbeständige Sohle. Diese 3 Eigenschaften sind grundsätzlich Pflicht für Sicherheitsschuhe ab Klasse S1.

Die Abkürzung „P“ für Penetration gibt an, dass der Schuh über eine durchtrittsichere Sohleneinlage verfügt.

HRO“ steht für Heat Resistant Outsole und beschreibt eine hitzeresistente Laufsohle. Diese muss Kontakthitze von 300°C mindestens 60 Sekunden lang überstehen, ohne sich zu verformen oder weich zu werden. Diese Zertifizierung tragen fast ausschließlich Schuhe mit einer Laufsohle aus Nitrilgummi.

CI“ und „HI“ stehen für Cold, bzw. Heat Insulation und geben an, dass das Sohlenkonstrukt gegen Bodenkälte und –wärme isoliert.

WRU“ ist die Abkürzung für Water Resistant Upper. Dies beschreibt ein wasserabweisendes Obermaterial und ist bei den Klassen S2 und S3 Pflicht.

WR“ wird meistens an Schuhe vergeben, die eine Membran wie GORE-TEX® verbaut haben. Die Abkürzung steht für Water Resistant und kennzeichnet wasserdichte Schuhe.

SRC“ setzt sich aus den beiden Zertifizierungen „SRA“ und SRB“ zusammen. Dies sind Abkürzungen für Slip Resistancy A-C und geben die Rutschfestigkeit der Sohle auf verschiedenen Untergründen an. SRA gibt die Rutschfestigkeit auf Keramikfliesen, SRB die auf Stahlböden an. SRC ist die Kombination aus den Beiden. Diese Zertifizierung ist zwar bei keiner Klasse Pflicht, wird jedoch fast immer vergeben.

Mit dieser Information können Sie ganz einfach erkennen, für welche Tätigkeiten z.B. der Stiefel „Airpower X21 High“ von HAIX geeignet ist. Er trägt die Zertifizierung S3 CI WR SRB. Somit wissen wir, dass der Stiefel laut S3 Kappe und Durchtrittschutz hat. Die Sohle isoliert nach CI vor Bodenkälte.  Der Gesamte Schuh ist laut WR wasserdicht – hier durch eine GORE-TEX®-Membrane, und die Sohle ist auf Metallböden – z.B. Gerüsten –  rutschfest. Nun ist sofort klar, dass der Schuh für harte Arbeiten im Outdoorbereich ausgelegt ist.

Der Aufbau eines Sicherheitsschuhs ist doch recht simpel. Man nehme einen handelsüblichen Schuh, klebe eine Stahlkappe hinein und fertig ist der Sicherheitsschuh, richtig? – Falsch! So ein Sicherheitsschuh ist um einiges komplizierter, als man im ersten Moment denkt. Um den Schuh und seine Besonderheiten richtig zu verstehen und einzusetzen ist es sehr hilfreich, den genauen Aufbau eines Sicherheitsschuhs zu kennen. In diesem Artikel erklären wir genau das: Wie ist ein Sicherheitsschuh aufgebaut?

Der Aufbau eines Sicherheitsschuhs

Sicherheitshalbschuhe S3 „GUARD“ JOGGING von Cofra

Ganz am unteren Ende befindet sich eine rutschfeste Laufsohle. Die gängigsten Materialien hierfür sind Nitrilgummi, PU oder TPU. Je nach dem angedachten Verwendungsgebiet des Schuhs kann die Profilierung von einem sehr flachen Hallenprofil wie beim Halbschuh „Guard“ von Cofra bis zu einem grobstolligen Geländeprofil wie beim Stiefel „Airpower XR3“ von HAIX variieren.

Sicherheitsstiefel S3 „AIRPOWER X21 high“ WORKWEAR von HAIX

Auf der Laufsohle befindet sich die Zwischensohle. Diese ist für den Großteil der Dämpfung zuständig und ist aus entsprechend weichem Material gefertigt. Dies kann TPU, PU, EVA oder ein Mix aus verschiedenen Schichten dieser Materialien sein. Zusätzlich sind bei vielen Schuhen ein Dämpfungselement oder andere Technik, wie z.B. Stabilisatoren, in der Zwischensohle verbaut. Durchtrittsichere Einlagen aus Stahl sind zwischen dieser und der Brandsohle eingelegt.

Die Brandsohle ist, je nach Art des Nagelschutzes, unter oder über dem Durchtrittschutz zu finden. Meist besteht diese Sohle aus einem saugfähigen Vliesmaterial, welches Feuchtigkeit vom Fuß fernhält. Diese Schicht hat in der Regel keine dämpfenden Eigenschaften.

Nur wenige Sicherheitsschuhe haben heutzutage keine Einlegesohlen. Diese sind im Regelfall mehrschichtig aufgebaut.

Einlegesohle FX2 Dualaction

Die untere Schicht ist meist aus dämpfendem Kunststoff, der oft mit belüftenden Kanälen versehen ist. Die obere Schicht besteht aus saugfähigem und abriebfestem Textil. Teilweise sind die Einlegesohlen aber fast noch komplexer wie die Sicherheitsschuhe an sich. Als Beispiel die Einlegesohle „FX2“ von Jalas genommen, können diese mit Spezial-Dämpfungselementen oder Verstärkungen ausgestattet sein. Teilweise kann man sogar die Breite des Innenschuhs mit Einlegesohlen auf verschiedene Fußtypen einstellen. Bei Schuhen mit Textil-Durchtrittschutz kann man diesen einfach betrachten, indem man die Einlegesohle herausnimmt.

Die nächste Schicht ist, neben Ihrem Fuß, das Innenfutter. Je nach Art und Preisklasse des Schuhs besteht dieses aus atmungsaktivem Textil. Bei Schuhen der Klassen S1 und S1P findet man oft Mesh-Stoffe, die für sehr gute Luftzirkulations-Eigenschaften bekannt sind. Gerade bei sehr hochwertigen Schuhen ist manchmal ein Futter aus weichem Nappaleder vorzufinden. Dieses wird sehr für die hohe Bequemlichkeit geschätzt. Zwischen Innenfutter und Obermaterial werden oft Membranen wie GORE-TEX® oder Sympatex® verbaut, um den Schuh wasserdicht zu machen.

Das Obermaterial ist die schützende Haut des Schuhs und besteht je nach Typ, Klasse und Anwendungsgebiet des Schuhs aus verschiedensten Materialien und Materialkombinationen. Bei den Klassen S1 und S1P sind sehr häufig atmungsaktive Textile anzutreffen, da diese nicht wasserabweisend sein müssen. Klasse S2 und S3 teilen sich eine Vielzahl an verschiedenen Lederarten, die je nach Verarbeitung atmungsaktiv oder extrem robust sein können.

Auf der Spitze ist oft eine Überkappe aus Gummi angebracht, die den Schuh bei knienden Arbeiten vor Abrieb schützt.

 

Der Durchtrittschutz eines Sicherheitsschuhs schützt seinen Träger vor der Gefahr, beim Treten auf einen Nagel, oder anderen spitzen Gegenstand, verletzt zu werden. Diese durchtrittsicheren Einlagen werden bei Sicherheitsschuhen der Klassen S1P, S3 und S5, sowie Berufsschuhen der Klasse O3 verwendet. Grundsätzlich gibt es zwei Arten von durchtrittsicheren Einlagen: Metallische und nichtmetallische. Erfahren Sie alles über die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Materialien von Durchtrittschutz bei Sicherheitsschuhen.

Metallischer Durchtrittschutz bei Sicherheitsschuhen

Sicherheitsstiefel S5 „Acifort Heavy Duty“ von DUNLOP

Ein metallischer Durchtrittschutz besteht in der Regel aus Bandstahl. Dieser wird aus einer 0,7 mm starken Bandstahlplatte gestanzt. Das ausgestanzte Stück Stahl wird vor dem Anbringen der Sohle am Schuh befestigt. Aufgrund der Materialbeschaffenheit kann die Einlage nicht bis ganz an den Sohlenrand gelegt werden. So werden nur etwa 85 % abgedeckt und es entsteht an den Seiten ein kleiner Spalt, durch den Nägel und spitze Gegenstände eindringen können. Zudem wird die Sohle durch die Stahleinlage versteift, was dem Torsionsschutz zu Gute kommt. Der große Vorteil gegenüber nichtmetallischen Einlagen ist, dass Stahl deutlich strapazierfähiger ist. So spielen Spitze/Schärfe und Form des Gegenstandes eine weniger große Rolle, als beim Pendant aus Textil. Ein weiteter großer Vorteil ist, dass gerade Nägel oft an der Stahlsohle abgeleitet und umgebogen werden. Gerade in robusten Sicherheitsstiefel der Klasse S5, wie dem Gummistiefel „Acifort Heavy Duty“ von Dunlop werden Stahleinlagen gerne verwendet.

Nichtmetallischer Durchtrittschutz bei Sicherheitsschuhen

Sicherheitshalbschuhe S1P SRC „FREE“ Old Glories von COFRA

Der Nichtmetallischer Durchtrittschutz besteht aus mehreren Lagen dicht gewebten Textiles. Oft wird hierzu KEVLAR® verwendet, was die Sohle zusätzlich gegenüber Schnitten von scharfen Gegenständen schützt. Der große Vorteil gegenüber dem Pendant aus Stahl ist die Flexibilität. Wo eine Stahlsohle die Sohle merklich versteift ist der Durchtrittschutz aus Textil kaum spürbar. Zudem wird er direkt in die Sohle eingenäht und deckt somit die gesamte Sohlenfläche ab. Auch bildet das Textil keine Wärmebrücken, was gerade in kalten Umgebungen nützlich ist. Der Nachteil ist jedoch, dass die Sohle nicht so strapazierfähig ist wie Stahl. Wo ein sehr spitzer, dünner Gegenstand bei einer massiven Stahlplatte wenig Chancen hat, kann er bei einem Gewebe leichter durchdringen. Textile Einlagen sind im Generellen deutlich anfälliger gegenüber Form und Dicke des Gegenstandes. Aufgrund der Flexibilität werden nichtmetallische Schutzeinlagen gerne in Schuhen für Vielläufer, wie dem Halbschuh „Free“ von Cofra“ verwendet.

Wie werden durchtritthemmende Einlagen getestet?

Polizeistiefel „RANGER GSG9-S“ von HAIX

Die Einlagen müssen gemäß der DIN EN 12568 getestet werden, um in Sicherheits- und Berufsschuhen der EN ISO 20345 bzw. EN ISO 20347 verwendet zu werden. Getestet wird die Durchtritthemmung durch einen stumpfen Prüfnagel mit 4,5 mm Durchmesser. Dabei wird dieser mit einer Kraft von 1.100 Newton auf die Einlage gedrückt. 1.100 Newton entsprechen umgerechnet ca. 110 kg statischer Belastung. Durch einfache Gehbewegungen oder auch das herunterspringen von einer Erhöhung kann diese Kraft locker von einer Person erreicht werden, die nur ca. 80 kg Körpergewicht auf die Waage bringt. Zu dieser Gewichtsangebe zählen im Übrigen auch Kleidung und Werkzeuge.

Sicherheitshochschuhe S3 HRO „BIG BARNEY“ BAU von BAAK

Wie man sieht kann sollte man sich auf den Durchtrittschutz nicht blind verlassen, sondern immer darauf achten, was vor einem auf dem Boden ist. Auch wenn der Schutz einen zum Beispiel vor einem Nagel schützt, so entsteht ein Loch in Lauf- und Zwischensohle. Durch dieses Loch kann dann Feuchtigkeit in das Schuhinnere eindringen. Gerade bei Schuhen mit einer Membran wie GORE-TEX® sollten Sie deshalb darauf achten, nicht unnötig auf spitze oder scharfe Gegenstände zu treten. Generell gesagt sind nichtmetallische Einlagen nicht für harte Arbeiten ausgelegt. In Industriehallen oder Werkstätten fühlen sich diese dagegen sehr wohl. Auch im Behördeneinsatz findet man oft nichtmetallische Einlagen, da die Schuhe für solche Tätigkeiten sehr flexibel sein müssen. Ein Beispiel für einen solchen Schuh der Klasse O3 ist der „Ranger GSG9-X“ von HAIX. Für Arbeiten im Baugewerbe oder Beispielsweise der Schrottverwertung sollten Sie auf den bewährten Schutz aus Stahl zurückgreifen, da dieser für harte Arbeiten deutlich besser geeignet ist. Ein Paradebeispiel hierfür ist der Stiefel „Big Barney“ von Baak.

Wenn man an Sicherheitsschuhe denkt, kommt einem sofort der Begriff „Stahlkappenschuhe“ in den Sinn. Ein Arbeitsschuh mit einer schützenden, schweren Stahlkappe, die Ihre Zehen schützt und zugleich der Grund, warum die Füße am Abend schmerzen. Doch klassische Stahlkappen gehören mehr und mehr der Vergangenheit an. Heutzutage liegen leichte Materialien wie Aluminium oder Kunststoff im Trend. Stahlkappen sind jedoch nicht so altmodisch, wie man vielleicht denkt. Begleiten Sie uns auf eine kleine Reise durch die Welt der Zehenschutzkappen.

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Man kennt es von der Baustelle auf der Autobahn, von den gelben Engeln oder auch einfach aus dem Stadtpark – Warnschutzbekleidung. Warnschutz gehört heutzutage genau so fest ins Straßenbild wie Pylone und Schlagloch. Diese drei Dinge gehören in den meisten Fällen auch zueinander.

Allgemein bekannt ist Warnschutz in Form von Kfz-Warnwesten, welche man an so ziemlich jeder Tankstelle für wenig Geld bekommen kann. Diese sind seit Mitte 2014 Pflicht und es muss in jedem Fahrzeug mindestens eine Warnweste mitgeführt werden. Sollten Sie in eine Kontrolle geraten, ohne eine Warnweste an Bord zu haben können saftige Bußgelder drohen. Doch auch außerhalb der eigenen vier Räder trifft man Warnschutz sehr häufig an. Für jede Arbeit, die auf oder an einer öffentlichen Straße auszuführen ist, ist Warnschutz-Bekleidung Pflicht. Auf Baustellen werden Warnschutz-Artikel oft verwendet, um Fahrzeugführer oder einweisende Kräfte zu kennzeichnen. So werden diese z.B. von Kranführern frühzeitig erkannt. Aber auch privat können Sie Warnschutz verwenden, um auf sich aufmerksam zu machen. In diesem Artikel wollen wir Ihnen das Thema Warnschutz etwas näher bringen und hoffen, Ihnen damit wichtige Tipps für den richtigen Umgang mit auf den Weg zu geben.

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